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Bibeltexte Sitzung 2: Menschenwürde

 

Grundlinien biblisch-theologischer Anthropologie anhand von Beispielen ausgewählter Bibeltexte

 

 

1. Der Mensch als Ebenbild Gottes

 

Genesis 1,26-30; 2,7+15

 

1:26    Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns  ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die          Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.

         

  1:27    Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes  schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

  1:28    Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch, und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen.

1:29    Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen           Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

 1:30    Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.

2:7     Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem           lebendigen Wesen.

2:15    Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.


 

 

 

 

2. Der Mensch als Böser und Sünder

 

Genesis 3,22-24 ; 6,5-7

 

3:22  Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir;  er erkennt Gut und Böse. Daß er jetzt nicht die Hand ausstreckt,  auch vom Baum des Lebens nimmt, davon ißt und ewig lebt!

3:23  Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.

3:24    Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg          zum Baum des Lebens bewachten.

6:5 Der Herr sah, daß auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm und daß alles Sinnen und Trachten seines Herzens immer nur           böse war.

6:6 Da reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben, und es tat seinem Herzen weh.

 6:7 Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben.

 


 

 

3. Der Mensch als gerechtfertigter Sünder

 

Römerbrief 1,18-24; 3, 21-24

 

1:18 Der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit  durch Ungerechtigkeit niederhalten.

1:19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist ihnen offenbar; Gott hat es  ihnen offenbart.

1:20 Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar.

 1:21  Denn sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt. Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.

 1:22  Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren.

1:23 Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige  und kriechende Tiere darstellen.         

1:24  Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so daß sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten.

3:21 Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:

3:22  die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied:

3:23 Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.

 3:24 Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.

 

 

 

4. Der Mensch unter der Wirkung des Heiligen Geistes

 

Römerbrief  6,4-11; 8,8-11;


 

6:4  Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie  Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt  wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.  6:5  Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.

6:6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben.

6:7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.

6:8 Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden.

6:9 Wir wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

6:10   Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.

6:11 So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

 

8:8   Wer vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen.

 8:9   Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der  gehört nicht zu ihm.

8:10 Wenn Christus in euch ist, dann ist zwar der Leib tot aufgrund der Sünde, der Geist aber ist Leben aufgrund der Gerechtigkeit.

8:11 Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten  auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.


 

Römerbrief  12,1+2+9-18


 2:1  Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott   gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.

12:2 Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

 12:9Aufforderungen zu einem Leben aus dem Geist:

12,9 Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am  Guten!

12:10 Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!         

 12:11 Lasst nicht nach in eurem Eifer, laßt euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!

12:12 Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!

 12:13 Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!

12:14   Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!

12:15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!

12:16  Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet euch nicht selbst für weise!

12:17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! 12:18 Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!

 

 

 

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